Die drei Wohnblöcke der Berchtwilerstrasse, die 1973 erbaut wurden, waren die ersten «Hochhäuser» der Gemeinde. Ziel war es, den Lebensstandard in diesen Wohnungen durch die Erweiterung der Balkone, sowie die Anpassung der äusseren Dämmschicht an die aktuellen Energiestandards, zu verbessern. Der Bauherr wollte die Gebäude für die nächsten vierzig Jahre fit machen: Die alten Balkone wurden auf der einen Seite auf 2,5 m und auf der anderen Seite auf 3,5 m vertieft, was einer Gesamtfläche von 18 m2 entspricht. Um die Nutzung dieses neuen privaten Aussenbereichs vom Frühjahr bis zum Spätherbst zu verlängern, wurde ein 15m2 großer Wintergarten angelegt. Auf beiden Seiten der zentralen Tragsäule befinden sich 3m2 große Balkone, die in offene, doppelgeschossige Räume ragen. Dieser Abschnitt wechselt links und rechts der Säule von Stockwerk zu Stockwerk und ist eine Hommage an die verspielten Ornamente der ursprünglichen Fassade. Wilde Weinreben wurden in vorgefertigte Pflanzengefässe gesetzt, die mit einer automatisierten Bewässerungsanlage auf jedem Balkon installiert wurden. Die dramatischen, sich ständig ändernden Farben des Laubes wirken wie ein Lackmuspapier, das die ersten Anzeichen der wechselnden Jahreszeiten erkennt.